Pfleger auf dem Ordenshause zu Angerburg

(Ordensritter)

Hartmann von Herberstein (Hartenstein)  1420

Ludwig von Schonnenburg (Schönburg)  1426

Bernhard von Schonnenburg (Schönburg)  1428

 Friedrich von Köckeritz  1434

Hermann  von Schonnenburg (Schönburg)  1435 u. 1438

 Fischmeister und Bezirksverwalter 

Gottfried von Meyenthal 1438 

Dietrich von Barthen (Norden)  1443

Brüder Anselm und Hans von Tettau 1469

 

Amtshauptleute zu Angerburg

 

1520               Christoph Schenk zu Tautenburg, 
                      
erster Amtshauptmann auf der
                       Angerburg, die ihm zeitweilig verpfändet war. 
                       Der Sitz der Familie ist  Doben. Im Ämterbuch des
                       Deutschen Ordens wird über eine 
                       Inventarübergabe von "Schloß und Haus 
                       Angerburg" am 19. Januar 1523 an C. Schenk zu
                       Tautenburg berichtet.

1525 - 1530   Hironimus von Roch

1533 - 1534   Wolf  von Seitersdorf (Seyffersdorf)

1544 - 1562    Klaus von Roch 
(1542 - 1562   Hans von Pusch)

1562 - 1563    Elias von Kanitz

1563 – 1569    Lorenz von Roch

1569 – 1574    Nickel (Nikolaus) von Sparwein, zu seiner Zeit ist 
                        Angerburg eine Stadt geworden

1574 – 1576    Wolfgang Friedrich Truderes Graf von Waldburg
                         (Wolff Friedr. Erbtruchsess Freiherr zu Waldburg)

1576                Hans von Ostau, Burggraf und Verweser

1576 – 1577   Jonas (Freiherr ) von Eulenburg

1577 – 1582    Hans von Rauter (Rautter), geboren 1539, war ein 
                         Bruder des Landhofmeisters Ludwig von Rauter,
                          er wurde 1571 Amtshauptmann in Pr. Mark, 
                         kam 1577 als Amtshauptmann nach Angerburg, 
                         wurde 1582 Landvogt zu  Schaken und 1585
                         Oberburggraf. Hans  von Rauter starb 7’ Mai 1605.

1582 – 1584   Christoph von Königsegg

1584 – 1586    Wolf von Arnswald (Arenswald)

1586 – 1589    Hans von Sangheim (Langheim)

 1589 - 1593    Albrecht von Perband

1593 – 1598    Daniel von Kunheim

1598 – 1607     Friedrich Burggraf und Graf zu Dohna, geb zu Mohrungen d 4’  October 1570, war ein Brudersohn des Oberburggrafen Fabian zu  Dohna und Schwiegersohn des Landhofmeisters Ludwig von Rauter, kam als Landhofmeister 1615 in die Ober- Raths- stube und starb zu Königsberg d 10’ November 1627, ist in der Löbenichtschen Kirche begraben. zur Zeit als er Amtshauptmann war wurde
die Kirche zu bauen angefangen.

 1607 - 1613   Andreas von Creytzen, geboren zu Domnau d 10' August 1579, wurde 1607 Amtshauptmann in Angerburg, d 13' Febr 1613 Woyt zu Fischhausen, d 13' Octbr 1621 Obermarschall u. d 15' Febr. 1628 Landhofmeister - Andr. v. Creytzen starb zu Königsberg d 24' Januar 1641 u. ist in der Löbenichtschen Kirche begraben. Zur Zeit seiner Amtshauptmannschaft wurde die Kirche in Angerburg vollendet.

 

 1613 - 1628   Wolff von Creytzen, geboren 1580 auf Domnau, Bruder des Andreas v. Creytzen. Jura Studium in Königsberg und Leyden. Kriegsdienst in den Niederlanden. Am 21. Sept. 1611 Hauptmann zu Tilsit,  wird am 29. Oktober 1612 als Oberst des von Fabian zu Dohna begründeten Defensionswerkes in den Ämtern Angerburg, Insterburg, Tilsit, Oletzko  und Lyck betraut. 1613 Hauptmann in Angerburg. 1628 hat W. v. C. sein Amt als Amtdhauptmann zu Angerburg niedergelegt. Er war verheiratet in 1. Ehe mit Euphenia von Pröck, in 2. Ehe mit Elisabeth zu Eulenburg. Er starb 1648/49 und wurde in der Kirche zu Domnau beigesetzt.

 1628 - 1636   Bernhard von Königsegg

 1636 - 1658   Hans von Creytzen, geboren 1611, Sohn des Andreas von Creytzen, studierte Jura in Königsberg und Leyden. Nam die Angerburger Bevölkerung bei dem Tartarenüberfall am 15. und 16. Oktober 1656 in das Schloß auf. Der heranrückende legendäre "Reichsgottesritter" Johann Georg Auer konnte schließlich die Feinde zurückschlagen. Hans von Creytzen  ließ die Kirche reich beschenken unter anderem mit einer 25 stimmigen Orgel. 1658 folgte er schließlich dem Rufe des Kurfürsten als Landvogt zu Schaaken. Dort starb er 1660.

 1658 - 1659    Johann Georg von Auer, geboren am 23.September 1619 auf dem Gut Pellen, Kreis Pr. Eylau. Er war seit 1651 Amtshauptmann in Lyck, Er konnte die Burg Lyck  vor den anstürmenden Polen ein halbes Jahr halten und wegen der ausgebrochenen Pest einen Waffenstillstand aushandeln. Danach überfielen die poln. Söldner Angerburg im Febr. 1657 zum 2. mal. J. G. v. Auer eilte mit seinen Dragonern zur Hilfe und schlug den Feind zurück. Er wurde schließlich vom Kurfürst beauftragt die Friedensverhandlungen zu führen, die am 29. Sept. 1657 ihren Abschluß fanden und am 6. Nov. 1657 vom poln. König und dem Kurfürsten unterzeichnet wurden.
Nach der Ernennnung zum Amtshauptmann von Angerburg erhielt er als Ersatz für sein Gut Pellen zwei Güter im Kreis Angerburg. Popiollen und Amtsgut Angerburg. 1659 fielen die Schweden in Preußen ein und besetzten Liebstadt. Wieder nahm Auer an der Befreiung der Stadt teil. Verheiratet war Auer mit Anna Agnes von Sevenar. Er starb am 26. Mai 1659 in Angerburg an einer Lungenentzündung. An seinem Begräbnis nahm der Kurfürst persönlich teil. Sein Grabstein befand sich in der Angerburger Kirche vor dem Altar. Superintendent Braun (Pfarrer ab 1881 in Angerburg) ließ diesen links neben der Kirchentür einmauern. 

 1659 - 1666   Sigismund Friedrich von Wallenrodt (Vallenrodt)

 1669 - 1681   Wolff Albrecht von Creytzen, geboren 1638 in Preisten Urenkel des preuußischen Kanzlers  Dr. Johann Creytzen der die Gr. Preistener Linie gründete (also andere Linie wie die oben genannten). 
Sohn des Obermarschalls Wolgang von Creytzen und der Euphemia zu Eulenburg. Hat vermutlich Jura studiert. War verheiratet mit Barbara von Tettau. Er starb 1681.

 1684 - 1692   Gottfried von Perbandt

 1688               Andreas von Lessgewang, Verweser

 1692 - 1701   Johann George von Podewiess

 1701 - 1711   Julius Ernst von Tettau

 1712 - 1718   Joachim Heinrich Erbtruchsess Graf zu Waldburg

 1718 - 1741   Hans Heinrich von Katte, Graf geboren 16.10.1681 in Wust /Pom., gestorben 31.05.1741 in Rekhan. Chef des Kürassier - Regiments Nr. 9 (der Katt'schen Reuter, der Kdr. des Rgt. war Oberst von Posadowski). In Angerburg von 1718 - 1741 zugleich Amtshauptmann. Katte zeichnete sich besonders bei Qudenarde und bei Malplaquet und 1717 bei der Belagerung von Stralsund aus. 1718 Gen. Major, 1728 Gen. Lt., 1731 Schwarzer Adlerorden, 1734 beim russischen Belagerungskorps vor Danzig Gouverneur von Kolberg und während der Abwesenheit des Gen. Lt. v. Röder Kommandant en chef in Preußen. 1736 zum Gen. d. Kav. befördert, 1740 durch König Friedrich II zum Generalfeldmarschall. 1740 preuß. Graf. Als Vater des unglücklichen Leutnants Hans Hermann von Katte, der 1730 wegen seiner Teilnahme am Fluchtversuch des Kronprinzen Friedrich in Küstrin hingerichtet wurde, gehört Katte zu den tragischen Gestalten der preußischen Geschichte.
Während seiner Amtszeit werden auch
Melchior Ernst von Kanitz 1718 - 1730, Gotth.Christoph von Schlieben 1722 - 1731, Heinrich Karl Ludwig Herault von Hautchermoy 1730 - 1757, 
Gen. -Lieut. u. Chef eines Inf. Regt. und Johann Christoph von Grabowski 1730 - 1740 genannt. Vermutlich handelte es sich um Amtsverwesern die das Amt verwalteten.

 1751              Ernst Ludwig von Elditten, Verweser, Chef eines Cuir.-Regt.

 1759 - 1762   Johann Christoph von Grabowski, 

 1767 - 1796   George Ludwig von Dalwigk, General der Cav.

König Friedrich Wilhelm I. hob die Amtshauptmannschaften als Behörde auf und verlieh einen Teil der Einkünfte nebst dem Titel an verdiente Offiziere, die das Amt nicht selbst verwalteten; vielmehr geschah dies von den Amtswerwesern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Andreas v. Creytzen


Wolfgang (Wolff) v. Creytzen

 

 

 

 

 

 


Grabstein von Johann Georg
von Auer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Hans Heinrich von Katte

 

Angerburger Landräte 1818 -1945

v. Köller (Hauptmann), 1818-1850

  Hermann Carl Schmidt, 1850-1861

 Erich Julius Feige, 1861-1867

  Staudy, 1867-1869

  Frh. v. Salmuth, 1869-1875

  Köhn v. Jaski, 1875-1883

 Ernst v. Kannewurff, 1883-1892

  Dr. Beeckmann, 1892-1904

  Heyl, 1906-1914

  Dr. Kurt Wiechert, 1915-1920

  Otto Streicher, 1920-1928

  Wilhelm Ellinghaus, 1928-1930

  Franz Rudnitzki, 1930-1933

  Dr. Otto Braun, 1933-1937

  Clemens Roßbach, 1937-1939

  Adolf Westphalen, 1939-1945

 

  Lit. AHB 29/8-21; Pfeiffer, S.212-219