Angertal


Die Angertaler Dorfidylle (Bildvorlage von Egon Molzahn)

Die Dorfskizze erarbeitete Horst Bieber

Angertaler Familien (vor 1945)

Namen (Kinder) Plan Nr.
Bastian, Rudolf und Lina (Heinz, Gerda, Gerhard) 7
Bieber, Franz und Ida (Horst, Ursula, Rüdiger) 18
Bodschwinna, Gustav und Charlotte (Dieter, Klaus) 5
Danowski, Otto 20
Degwitz, Gustav und Emma (Horst, Herbert, Annemarie) 5
Dittloff, Fritz und Marie (Heinz, Ernst-August, Walter) 13
Düsterhöft, Erich und Erna (Manfred, Hiltrud) 8
Gertz, Pauline (Mutter von Blondine Schmidt) 7
Giese, Georg und Irma (Erna) 22
Giese, Hermann und Anna (Eltern von G.G.) 22
Janzen, Konrad und Luise (Hildegard) 11
Jäschke, Fritz und Charlotte (Käthe, Horst, Kurt, Lothar) 3
Jurkschat, Gustav und Elise (Erna, Herbert, Alfred, Walter) 5
Kallweit, Witwe Luise (Gertrud, Fritz) 7
Kammer, Werner und Frieda (Hans-Werner, Jutta) 7
Kohlert, Emanuel und Alwine (Selma, Alma, Irmgard) 3
Knetsch, Ulla? (Hausangestellte bei Schwarz) 1
Künetz, Eduard und Ida (Hildegard, Edeltraut, Carl) 10
Lange, Reinhold und Mathilde (Erich-Artur, Kurt, Karl-Heinz) 7
Lieske, Hermann und Paula (Ilse, Margit, Helga, Martin) 12
Lieske, Emilie (Mutter von H. Lieske) 12
Lietz, Max und Marie (Else, Karl, Herbert, Dora, Walter) 4
Lommel, Witwe Dora, geb. Lietz (Bärbel) 4
Milinski, Julius und Therese (Eltern von Erna Düsterhöft) 8
Molzahn, Julius und Erna (Siegfried, Egon, Ingrid) 16
Molzahn, Emilie (Mutter von J. Molzahn) 16
Molzahn, Waltraut (verh. Selaski, Nichte von J. Molzahn) 16
Parplies, Emil und Minna (Gertrud, Irmgard, Kurt) 19
Pinno, Adolf und Emma (Artur, Willi, Walter) 14
Plaga, Auguste, geb. Sakrzewski (Hans) 17
Reimann, Otto und Anna (Arno, Waldemar) 3
Reimann, Willi und Lina 2
Reimann, Meta (Schwester von W. Reimann) 2
Reimann, Paul (Bruder von W. Reimann) 2
Rudau, August und Berta (Kurt, Hildegard, Werner, Paul, Ruth) 20
Sakrzewski, August und N.N. (Johann, Erich, Auguste) 17
Schammert, Fritz und Lina (Herta, Ulrich, Gertrud, Otto, Fritz) 3
Schmidt, Daniel und Blondine (Hans, Christel) 7
Schwarz, Helmut und Käthe (Lothar, Günter, Manfred) 1
Schwarz, Otto und Elisabeth (Eltern von Helmut Schwarz) 1
Skambracks, Max? und Elise (2 Kinder); Schmied 2?
Skatikat, Adolf und Anna (Günter, Leonhard, Annemarie, Gundula) 6
Smollich, Gertrud (Schwester von Ida Bieber) 18
Stege, Ewald und Alwine 15
Streich, Rudolf und Frieda (Bernhard, Armin, Hugo nach dem Krieg geb.) 21
Thews, August neben 5
Walden, Gerhard (Bruder von Erna Düsterhöft) 8
Weihsberg, Auguste (Mutter von Anna Reimann) 3
Wenschewski, Fritz und Martha (Eltern von Charlotte Jäschke) 3
Wenschewski, Heinz (Schwager von Fritz Jäschke) 3
Werner, Wilhelm und Johanna (Ruth, Fried.-Wilhelm, Heinrich Karl, Hannelore) 9
Winkler, Erna geb. Jurkschat (Giesela) 5
Wollmann, Edmund 3
Wollmann, David (Bruder von E. W.) 3
Wollmann, Frieda, verh. Gericke (Schwester von E. W.) 3
Wollmann, Justine (Mutter von E. W.) 3

Die Liste wurde von Horst Bieber erstellt


Angertal, Kreis Angerburg, Ostpreußen

Kurzinformationen aus der Chronik Angertal von Horst Bieber

Ortsnamen: 1483 Daimlauken oder Daimlack; ab 16. Jahrhundert Jakunowen; ab 26.8.1929 Angertal; ab 1945 Jakunowo
Gemarkung: 5,686 km² = 568, 7 Hektar
Lage: beidseitig der Furt durch die Angerapp (169 km lang, Quellfluß des Pregels)
Einwohner: (1.9.1939): 172 Personen
Amtsbezirk: Paulswalde; Amtsvorsteher Bauer M. Lietz (Bürgermeister in Angertal)
Kirchspiel: Angerburg Land; Pfarrer Dr. Thude (1940-1945)
Bahnstation: Angerburg bzw. Kanitz
Volksschule: einklassig seit 1777; Lehrer  A. Skatikat (1925 -1945)
Poststelle: geführt von E. Winkler, geb. Jurkschat
Landwirtschaftliche Betriebe: 19 (einschließlich Schulstelle und Restgut Schwarz mit 148.54 Hektar)
Gewerbliche Betriebe: 1 Gastwirtschaft (M. Lietz); 1 Bauunternehmer (G. Jurkschat)
Elektrifizierung: Ortskern vor 1933; Höfe (Ausbauten) 1935
Resträumung: 22.1.1945 (Treck); 23.1.1945 Volkssturm
Besetzung: 23. oder 24.1.1945 durch sowjetische Truppen
Übergabe an polnische Verwaltung ab Juni 1945

Geschichtliche Besitzfolge

1438 verleiht der Ordensmarschall Vincentius v. Wiersberg den 3 Brüdern Florian, Hans und Niclas Griswald 30 Hufen (504 Hektar) zu kölmischen Rechten; eine kleine Siedlung ist bereits vorhanden.
1570 entsteht die Domäne Popiollen; Merten Sperling erhält das Schulzenamt in Daimlauken.
1608 geht die staatliche Domäne Jakunowen in Privatbesitz (adlig) über: Eigentümer G. Freiherr v. Schenk
im 17. Jahrhdt. im Besitz von Heinrich v. Halle aus Gurnen
um 1753 im Besitz von Wolf v. Schlieben, später Familie von Pröck; dann Rittmeister W. v. Losch (Schwiegersohn)
1777 Wert des Gutes 10.500 Taler
1787 im Besitz von Frau v. Suter, geb. v. Pröck; 16 Feuerstellen
um 1800 Besitzerin Frau v. Buchholz, geb. v. Eulenburg; danach Neffe Wenzel Heinrich Graf zu Eulenburg
um 1813 Verkauf an Amtmann C. F. Stenzler auf Danzkehmen
1823 Übergabe in traurigstem Zustand an Tochter (verh.) Frau Oberstleutnant v. Schön
1829 ersteigert Leutnant v. Gotzkow aus Abscherninken das Gut
1847 kauft O. Böhm für 40.000 Taler Jakunowen, das er 1852 verkauft
1903 Paul Raschke, Besitzer des Rittergutes mit Vorwerk Wensowken
1905 u. Folgej. Johst Thimm bleibt Besitzer des Restgutes mit Vorwerk Wensowken. Ca. 400 Hektar werden aufgesiedelt. Jakunowen (Angertal) wird ein richtiges Bauerndorf mit Restgut.
1920 Besitzer Hand Thimm; 216 Hektar
1932 Besitzerin Else Eggert, verw. Thimm; 165 Hektar
1936 Kauf des Restgutes durch Familie Hellmuth Schwarz