Gustav Bolle  - Lehrer, Autor und Lebemann

von Dr. Wolfgang Both, Berlin

 Stammbaum von Gustav Bolle

Die Angerburger Kirche

Gustav war das dritte Kind des Pfarrers Christian Bolle und seiner Frau Emilie. Er kam am 11. März 1842 zur Welt. Am 28. April wird er von Pfarrer W. Schulz in der evangelischen Kirche von Angerburg auf die Namen Gustav Adolph Erdmann Vitalis getauft. Vitalis steht dabei für den Namenstag des Heiligen an diesem Tag.   Taufpate ist u.a. Samuel Neumann, erster Pfarrer von Angerburg. /1/  Im gleichen Jahr übernimmt sein Vater die Pfarrei in  Rosengarten bei Angerburg, die Familie zieht um. Im Jahre 1856 wechselt Christian Bolle nach Ortelsburg, wo Gustav wohl auch seine Schulausbildung abschließt. /2/. Er beginnt 1864 sein Studium der Geschichte und Geografie an der Universität Königsberg, geht dann nach Halle und versucht 1867 die Ausbildung in Greifswald abzuschließen. Wie er selber in einem Bewerbungsschreiben anmerkt, hegte er „einen gewissen Widerwillen gegen größere Städte“. Im siebten Semester arbeitete er bereits an einem wissenschaftlichen Beitrag über den römischen Kaiser Vespasian (regierte 69-79 n.C., baute das Kolosseum). Er wollte ihn als Dissertationsschrift in Geschichte einreichen. Aber offenbar änderten sich die Regularien an der Universität, so dass er nun nach Rücksprache mit seinem Professor plante, sie als Examensarbeit anzugeben. Darüber berichtet er in seinen Bewerbungsschreiben nach Gütersloh zur Erlangung einer Stelle für das Probejahr als Junglehrer.


 Stammbaum von Gustav Bolle

 
Die Universität in Königsberg

 

 

Greifswald 05.02.1867

Euer Hochwohlgeboren

 

Erwiedre ich auf Ihr gefälliges Antwortschreiben, daß ich bereit wäre mein Probejahr am Ihrem Gymnasium zu absolvieren. Aus Euer Hochwohlgeboren Brief habe ich jedoch nicht ersehen können, wann ich diese Stelle als Hülfslehrer antreten dürfte. Da ich jetzt bereits genau übersehen kann, daß ich bis zum 1. Juli mit den Vorbereitungen zum Staatsexamen fertig werde, und daher im Juli, also in der Sommersaison des Gymnasiums, das Examen absolvieren könnte, so wäre es mir sehr angenehm, wenn ich schon Ostern die erwähnte Anstellung an Ihrem Gymnasium erhielte. Einerseits nämlich erschöpfen meine früheren Studien, wie die Promotion meine Mittel fast vollständig, andererseits wird es Euer Hochwohlgeboren wohl nicht so viel darauf ankommen, wenn ich ein Vierteljahr ungeprüft an ihrem Gymnasium unterrichte, ich promoviere ja noch vor Ostern. Falls Euer Hochwohlgeboren mir jedoch die Stelle, gleich nach dem Ende der Sommerferien antretbar, zusagen wollte, also gleich nachdem ich das Staatsexamen gemacht habe, so wäre ich bereit bis dahin zu warten. Länger warten kann ich aber meiner pekuniären Verhältnisse wegen unmöglich und müßte ich mich, so leid es mir thäte, nach einer andern, am Ende gar nach einer Hauslehrerstelle umsehen. Daher ersuche ich Euer Hochwohlgeboren mich, wenn irgend möglich bereits zu Ostern an Ihr Gymnasium zu berufen, die pünktlichste Erfüllung der mit obliegenden Pflichten soll Sie Ihre Wahl nicht bereuen lassen

In der Hoffnung auf eine günstige Antwort zeichne ich mich

Hochachtungsvoll ergebenst

G. Bolle

 
Auszug aus dem Bewerbungschreiben von Gustav Bolle vom 05.02.1867

Daraus geht auch hervor, dass sein Vermögen (am 22. Februar 1867 nennt er noch 150 Thaler sein eigen) zusammengeschmolzen sei und er unbedingt eine bezahlte Stelle benötige.

 

Greifswald 22.02.1867

 

Euer Hochwohlgeboren

Sage ich meinen besten Dank für Ihr freundliches Schreiben vom 11.02. d.J. So unendlich leid es mir thut und so gerne ich gerade nach Gütersloh gegangen wäre, darf ich das allein meiner  pekuniären Verhältnisse nicht. Mein Vermögen beträgt noch 150 Thaler und erreichen dieselben gerade aus bis zur Absolvierung des Staatsexamens. Dafür wäre es mir unmöglich eine Stelle anzufangen, die nicht, und zwar von Anfang an in regelmäßigen Terminen wenigstens 300 Thaler für`s einbrächte. Nach genauer Rücksprache mit Herrn Professor Hirsch hat mich derselbe bestimmt der Kosten wegen vorläufig noch nicht zu promovieren, sondern das Geld zur Ermöglichung meines Aufenthalts hierselbst in den Monaten April, Mai und Juni sowie zur Absolvierung des ex. pro fac. bis Ende oder Anfang Juli zu verwenden. Ich bin auf diesen Vorschlag um so mehr eingegangen als nach dem eben erschienen neuen Reglement die Promotion den Worttheil des Erlassens der schriftlichen Arbeiten nicht mehr gewährt und das Ganze daher mehr auf den bloßen Titel hinaus läuft. Herr Professor Hirsch nimmt aber die zur Dissertation bestimmte Oberlehrerarbeit als Arbeit für´s Examen und wird sie mit gut censieren. Etwa nothwendige Beglaubigungen von Seiten des genannten Herrn Professors hätte ich jederzeit einschicken können. Da ich mich bereits zum Examen gemeldet habe, so wäre es mir gar nicht mehr möglich gewesen, dasselbe in Münster zu machen. Falls ich jedoch bereits vor Ostern an Ihrem Gymnasium angestellt wäre, hätte der Rest meines kleinen Vermögens zu der Hin und Rückreise nach und von Greifswald in den Sommerferien ausgereicht. Westphalen ist von jeher das Ziel meiner Wünsche gewesen und bei einem gewissen Widerwillen gegen größere Städte wäre mir gerade Gütersloh ein angenehmer Aufenthalt gewesen und hätte ich aus Dankbarkeit mir die volle Zufriedenheit Euer Hochwohlgeboren zu erwerben gefreut.

Nochmals füge ich Euer Hochwohlgeboren meinen besten Dank für ihre freundliche Bemühung und zeichne mich

Hochachtungsvoll ergebenst

G. Bolle

 

Offenbar haben ihn seine Eltern für das Studium mit einem Limit ausgestattet. Das wäre insbesondere dann verständlich, wenn alle fünf Kinder, oder zumindest die vier Söhne, diesen Weg gehen sollten. Daher sein Interesse, noch zu Ostern 1867 eine Stelle anzutreten. Professor Hirsch bescheinigt ihm im März eine interessierte Mitarbeit im Seminar und gibt der Erwartung eines erfolgreichen Examens in den nächsten Monaten Ausdruck. /3/


Die Universität in Greifswald

Der Studiosus Philosophiae, Herr Gustav Bolle, ist mir als Zuhörer in meinen historischen und geografischen Vorlesungen sowie als Mitglied des philosophischen Seminars näher bekannt geworden. Der rege wissenschaftliche Eifer, der solide Fleiß und die durch frühere Studien gewonnene gute Grundlage seines Wissens, wovon seine Leistungen ein erfreuliches Zeugniß geben, insbesondere aber eine mir vorgelegte größere  schriftliche Arbeit über den Kaiser Vespasian, die Frucht mehrjähriger Arbeit, berechtigen mich, meine Überzeugung in Betracht seiner dafür auszusprechen, daß er die Prüfung für das höhere Schulamt, welches er sich in den nächsten Monaten zu unterziehen gedenkt, wohl bestehen und für Geschichte und Geographie die Befähigung für die oberen Klaßen sich erwerben werde.

Dr. Theodor Hirsch

Professor der Geschichte und Direktor des historischen Seminars

Greifswald 08.03.1867

 

Dazu sollte es allerdings nie kommen – Bolle löst das Versprechen eines erfolgreichen Staatsexamens nie ein. Vielmehr tritt er Ostern 1867 als Lehramts-Kandidat in das Evangelisch Stiftsche Gymnasium Gütersloh (gegr. 1851) ein und wird ein Jahr später in dieser Funktion an die Städtische Evangelische Realschule nach Itzehoe wechseln. In Gütersloh übernimmt er den Geschichts- und Geografieunterricht als Referendar. Wie das Zeugnis seines Direktors zwei Jahre später ausweist, war hierzu wegen des fehlenden Abschlusses eine extra Genehmigung des preußischen Kultusministers erforderlich. Auch gibt er Deutschunterricht. Neben der Vermittlung des Unterrichtsstoffes leitet er 1867 die militärischen Übungen seiner Schüler „mit bestem Erfolg“. Der knappe Zeugnisentwurf von Herrn Direktor Klingender, den dieser erst auf Weisung des Regierungsschulrats Dr. Kumpel fertigt, zeugt aber nicht von Begeisterung:

 
Evangelisches Sitftisches Gymnasium in Gütersloh

Der Gymnasiallehramts-Candidat Herr Gustav Bolle ist mit Genehmigung des Herrn Cultusministers von Ostern 1867 bis Ostern 1868 am hiesigen Gymnasium tätig gewesen, und zwar hat er Unterricht in Geschichte und Geographie, sowie in Deutsch in Untersekunda und Quarta und in Geschichte und Geographie in Tertia erteilt. Er war eifrig bemüht, namentlich in den beiden Fächern, das Wissen seiner Schüler zu fördern. Die militärische Übung der Schüler hat er mit fachlichem Erfolg geleitet.

 

Der Gymn Direktor

Klingender

Gütersloh den 23. Januar 1869

 

Bereits in Itzehoe beschäftigt, ersuchte Bolle Anfang 1869 um ein solches Zeugnis. Er war Ostern 1868 in Gütersloh ausgeschieden und verstärkte ab Oktober das noch kleine Kollegium an der dortigen Höheren Bürgerschule (gegr. 1866). Im Protokoll der Lehrerkonferenz vom 6. Oktober 1868 /4/ heißt es dazu:

 

Der H. Direktor theilt mit, daß der Candidat des höheren Schulamts Bolle mit einer Anzahl von Stunden eintreten wird und daß infolgedessen den Herren Wieacker und Klopsch je drei, den Herren Unger und Kühl je zwei Stunden abgenommen worden sind.

 

Auch hier übernimmt er wieder die Fächer Geschichte, Deutsch und Geografie. Die Beurteilung seiner Arbeit durch den Direktor Rüter /5/ fällt deutlich freundlicher aus, als die gleichzeitig in Gütersloh gefertigte:

 
Auszug aus der Beurteilung von der Bürgerschule (Realschule) in Intzehoe vom 22.01.1869

Der Herr Candidat des höheren Schulamts G. Bolle aus Angerburg in Westpreußen [???], 26 Jahre alt, hat, nachdem er ein Jahr am Gymnasium in Gütersloh unterrichtet hat, seit Michaelis v.J. an der hiesigen höheren Bürgerschule (Realschule) Unterricht ertheilt , und zwar in Geschichte in Tertia, Geographie in Tert., Quart. und Sexta und Deutsch in Quarta. Ich bezeuge Herrn B. auf Verlangen gern, daß derselbe den übernommenen Pflichten mit Eifer und Pünktlichkeit nachgekommen ist, und daß es an einem guten Erfolg seines Unterrichts überall nicht gefehlt hat. In der Geschichte und Geographie besitzt derselbe nicht allein vortreffliche Kenntnisse, sondern sie stehen ihm auch beim Unterrichte sicher und prompt zu Gebote, und er weiß sie den Schülern gegenüber mit Anschaulichkeit und Bestimmtheit zu verwerthen. Auch sein Unterricht im Deutschen, welcher jungen Lehrern oft Schwierigkeiten bietet, ist anregend und von durchdachter Methode getragen. In Bezug auf die Disziplin und die Behandlung der Schüler sind erwähnenswerthe Verstöße nicht vorgekommen. Herr B. hat stets eine tüchtige Gesinnung mir gegenüber kundgegeben und sein Lebenswandel ist nach meinen Beobachtungen  entsprechend gewesen. Da er auch wissenschaftlich weiterarbeitet, wovon er in nächster Zeit durch seine Nachprüfung Zeugniß abzulegen beabsichtigt, so glaube ich ihn für das Lehramt an einer höheren Lehranstalt gewissenhaft empfehlen zu können.

Itzehoe, 22.01.69

 

Hier wird weiter der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass er demnächst seinen Abschluß machen werde.

In den Sommerferien 1869 heiratet Bolle die Wilhelmine Sofie Poggenklas aus Gütersloh. Die Trauung findet am 15. Juni 1869 in Itzehoe statt. Damit heiratet er in ein reiches westfälisches Bauerngeschlecht ein. Seine Frau Wilhelmine ist die zweite Tochter von Johann Friedrich (geb. 13.05.1819) und seiner Frau Catharina Elise (geb. Saligmann, 05.07.1810) und wurde am 18. September 1848 in Gütersloh geboren. Auch ihre Kinder sollten in Gütersloh auf die Welt kommen.

Zuvor rückte Gustav Bolle aber als Offizier in den deutsch-französischen Krieg ein. Darüber berichten die Schulnachrichten Itzehoe:

 

Die Hälfte der ordentlichen Lehrer wurde einberufen, die Lehrer Klopsch, Bolle und Brede hatten sich als Reservisten augenblicklich zu stellen. ... Herr Bolle hat als Lieutenant im 39. Infanterieregiment 7. Armeecorp die mörderischen Schlachten zu Anfang des Krieges, in denen dieses Corp engagiert gewesen mitgemacht, ist aber bewahrt geblieben; seit längerer Zeit ist keine Kunde von ihm zu uns gelangt.

 

Statt wie geplant auch noch die Fächer Latein und Turnen zu übernehmen, ist er September 1870 im Französischen Jura an der Schweizer Grenze nördlich des Genfer Sees. Als das deutsche Heer Paris belagert und den eigentliche geschlagenen französischen Truppen den Einmarsch zur Niederschlagung der Pariser Commune gestattet, ist Bolle bereits wieder demobilisiert und er kehrt nach Gütersloh zurück. In den Itzehoer Schulnachrichten /5/ heißt es dazu:

 

Zwar war der wissenschaftliche Lehrer Bolle, welcher bis zuletzt in den blutigen Schlachten im Jura und an der Schweizer Grenze mitgekämpft hatte, schon einige Wochen früher entlassen worden, hatte sich aber nur hierher begeben, um persönlich um seine Entbindung von seinen hiesigen Verpflichtungen zu bitten. Das Curatorium konnte ihm dieses in Anbetracht seiner dringenden Familienverhältnisse umso eher gewähren, als Herr Cand. Tietjen, wie bisher, bereit war, ihn zu vertreten. Herr Bolle ist ganz aus dem Schulamt geschieden.

 

Hierfür dürften zwei Ereignisse Ausschlag gebend gewesen sein: Zum einen war seine Frau hochschwanger, als er ins Feld mußte, seine Tochter Elisabeth kam am 10. September 1870 auf die Welt. Zum anderen soll ihm ein umfangreicher Lottogewinn zugefallen sein, der seine wirtschaftliche Unabhängigkeit begründete. Er kehrte also dem Schuldienst den Rücken, privatisiert und kaufte sich in Bonn ein Haus. Als Rentier lebt der Dreißigjährige nun in einer Villa in der Endenicher Allee 2, ab 1875 in der Coblenzer Staße 152 /6/. Diese Villa lässt er prächtig im italienischen Stil mit Stuck und Deckengemälden ausstatten. Weiteres Geld hatte er geschickt in Industrieaktien angelegt. So konnte die junge Familie sorglos leben. Am 8. Oktober 1874 kommt sein Sohn Ludwig Friedrich auf die Welt, am 12. Mai 1876 wird Gustav Friedrich geboren.


Portrait von Gustav Bolle

Der ganze Stolz des neureichen Bürgers kommt in seinem Portrait zum Ausdruck Er lässt sich in stehender Pose im Gehrock, dekoriert mit den Eisernen Kreuz 1. Klasse, abbilden. Diese Auszeichnung hatte er für seine Verdienste im siegreichen Frankreich-Feldzug erhalten. Der Maler Wille porträtierte auch seine junge Frau Sofie. Leider starb sie am 22. Mai 1876 im Alter von nur 27 Jahren wenige Tage nach der Geburt ihres dritten Kindes. War sie nach der Niederkunft in Gütersloh noch nach Bonn zurückgekehrt, so raffte sie Schwäche oder eine Infektion von der Seite ihrer Kinder und ihres Mannes. Ihre Schwester Johanna Catharina eilte darauf nach Bonn und nimmt sich des Babys an. Für mehrere Jahre wird sie nun den Bonner Haushalt führen.

In dieser Zeit gelingt es Bolle, seine Aktien äußerst gewinnbringend zu verkaufen. Er hatte u.a. in die Eisenbahn investiert. Mit der seit 1876 vorangetriebenen Verstaatlichung der Länder- und Privatbahnen kaufte der preußische Staat die Anteile auf und er konnte sein Vermögen erfolgreich vermehren. Diese Bahnreform war von Bismarck als Teil der Reichseinigung durchgedrückt worden.


Unterschrift von Gustav Bolle

Gleichzeitig lernt der junge Witwer in der Bonner Gesellschaft seine zweite Frau kennen: Gisberta Wachendorff. Sie ist gerade 20 Jahre alt. Für sie beginnt ein Leben an der Seite eines wohlhabenden Mannes, bei dem man sich vielen Vergnügungen hingeben kann. Sie heiraten im Frühjahr 1879. Sie reisen viel und gern, in die mondänen Bäder, nach Wien, Paris oder Rom, den Sommer verbringt man auf Norderney. Die Kinder, voran Tochter Elisabeth, waren derweil im Pensionat.

Bolle sah sich nach einer neuen, angemessenen Heimstatt um und entdeckte das Wasserschloß Ovelgönne bei Bad Oeynhausen nahe der Porta Westfalica. Dieses mehr als 800 Jahre alte Lehngut wurde bereits vor 1450 mit einer Wasserburg gesichert. Um 1740 beginnt der Besitzer Major Johann Friedrich von Weißenfels mit dem Ausbau des Herrenhauses. Das um 1570 im Renaissance-Stil errichtete Gebäude hat eine Grundfläche von ca. 35 x 14 m2. Der Ausbau erfolgt im schlichten Barock, von dem aber heute nichts mehr erhalten ist. Vielmehr wurden beim Umbau Mitte des 19. Jahrhunderts klassizistische Stilelemente, insbesondere im Eingangsbereich, eingefügt.


Schloss Ovelgönne bei Oeynhausen

So fand Gustav Bolle Schloß und Parkanlage vor, zu der ein umfangreiches Rittergut gehörte. Er erwarb das Anwesen im Mai 1882 und gab seine Bonner Villa auf. Nun residierte er hochherrschaftlich in der Nachfolge zahlreicher adliger Rittergutsbesitzer wie von Münchhausen, von Weißenfels oder von Puttkammer, unter dem sein Vorfahr noch an der Memel gedient hatte – ein Gewinner der deutschen Gründerzeit. Hier beginnt eine neue Schaffensperiode. Zwangsläufig muss er sich nun mit Landwirtschaft befassen. Es geht weniger um Anbau und Ernte, aber um die Wirtschaftlichkeit, Preise und Kosten des Landgutes. Er faßt seine Erfahrungen 1886 in einer (heute verschollenen) Flugschrift unter dem Titel „Vorschläge zur Beseitigung unseres landwirtschaftlichen und sozialen Notstandes“ zusammen. Zum Gut gehören nicht nur umfangreiche Ländereien sondern auch zahlreiche Pächter. In den folgenden Jahren entwirft er in zwei Büchern seine Vorstellungen von einem genossenschaftlichen Landleben. Heute noch in Fachkreisen bekannt ist seine Utopie „Sozial“ (1891). So erwähnt Teresina Fink 1939 das Buch in ihrer Dissertation über „Die deutsche Utopie in der neueren deutschen Dichtung“. /7/ Es ist eine literarische Aufbereitung des Lassalleschen Modells der Produktivassoziationen. Die erste Auflage erschien noch im Selbstverlag, die folgenden Auflagen beim F. Fontane Verlag (einem Sohn von Theodor Fontane) in Berlin.

Die Geschichte ist kurz erzählt: Armes, aber hübsches Mädchen (Else) wird von reichem Fabrikantensohn (durch einen Kuß) entehrt. Ihr jähzorniger Verlobter (Siegfried) verstößt sie. Der Landarzt Dr. Heil nimmt Else als Mündel mit auf seine Landgenossenschaft „Sozial“. Dort will er dem „unmenschlichen Kapitalismus“ (S.11 o.) sein Modell der Produktivassoziationen entgegen setzen. In der Nähe von Kassel hat er seine Vorzeigekommune eingerichtet. Dort wohnt Else auf dem Hof der Stiermeyers mit Marie und deren Bruder Wilhelm. Dieser verliebt sich in Else. Und als Siegfried mit Dr. Heil nach Sozial kommt, gibt es nach einigem Hin und Her auch für ihn ein Happy End mit Marie.


Das Buch "Sozial" von Gustav Bolle 1891

An vielen praktischen Beispielen werden zwischendurch die Vorzüge der Genossenschaft präsentiert: Die hohe Lebensqualität, die Ausgestaltung der Siedlung und der Einsatz von Technik (Dampfbetrieb), das Genossenschaftshaus oder die hohe Produktivität und Wirtschaftlichkeit demonstrieren die Vorteile dieser Gemeinschaft. Zu den landwirtschaftlichen Kommunen gehören immer auch Fabrikanlagen, die den Söhnen und Töchtern der Bauern Arbeit und Verdienst auch ohne eigenen Boden sichern. In verschiedenen Gemeinschaftseinrichtungen werden Bildung und Kultur gepflegt. Bei allen fortschrittlichen Elementen huldigt Bolle einem konservativen Familienbild. In der Person des Professor Klein bringt er sich selbst in die Geschichte ein. Sein Alter Ego ist Besucher auf Sozial, dem alles vorgeführt und erläutert wird.

Damit bewegt sich Bolles Roman zwischen Kitschpostille und Genossenschafts-Utopie. Während sein Beitrag zum Genre der Liebesromane unbedeutend geblieben ist, so darf er als einer der literarischen Vorreiter für die Landkommunen gelten. Die Idee geht auf die frühen utopischen Sozialisten zurück. Sie schlugen vor, wirtschaftlich eigenständige Inseln im kapitalistischen Wirtschaftssystem zu gründen und durch die Ausweitung des Handels untereinander und mit der Umgebung an Kraft zu gewinnen. Innerhalb der Kommune waren alle Mitglieder gleichgestellt. Robert Owen entwickelte nach 1800 in England ein Beteiligungs- und Genossenschaftsmodell für seine Beschäftigten und deren Familien. Über den gemeinsamen Einkauf konnte die Versorgung kostengünstiger gestaltet werden. Die Gewinne aus seinem Unternehmen nutzte er u.a. auch zur Finanzierung kommunistischer Kolonien in den USA. Das Buch „Die Reise nach Ikarien“ (1842) von Etienne Cabet löste eine ganze Bewegung ikarischer Gründungen, insbesondere in den USA, aus. In Deutschland war es dann Ferdinand Lassalle, der in der staatlich geförderten Bildung von Arbeiterproduktivgenossenschaften die Chance zur wirtschaftlichen Umgestaltung hin zum Staatssozialismus sah. Im Programm des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV, gegr. 1863, eine Sammlung der Arbeiterbildungsvereine) war die Bildung von Genossenschaften Punkt zwei nach dem allgemeinen und gleichen Wahlrecht. Wie man heute weiß verhandelte Lassalle darüber mit Bismarck, um über die Wahlrechtsreform und staatliche Beihilfen für Produktivassoziationen den Staat zu transformieren. Bolle folgt seinem Vorbild insofern, als dass die Anschubfinanzierung der Kommune Sozial durch den Landarzt Dr. Heil erfolgt.

Marx und Engels erteilten bereits im „Manifest der kommunistischen Partei“ 1848 den „Phalansternen, Home-Kolonien und kleinen Ikarien“ eine Absage, weil die Urheber dieser gesellschaftlichen Utopien zum Aufbau dieser spanischen Schlösser an die Philantropie der bürgerlichen Herzen und Geldsäcke appellieren müssen, wie sie schrieben.

Das Erstarken der sozialdemokratischen Bewegung veranlaßte die Reichsregierung 1876 zum „Sozialistengesetz“, dem Verbot der SPD und aller ihrer Organisationen. Bismarck war natürlich nicht bereit, die Macht der Junker, der sich entwickelnden Großindustrie und des Adels mit Bauern und Proletariern zu teilen. Die vielfach zünftisch und christlich orientierten Lohnarbeiter fanden u.a. Aufnahme in den kirchlichen Arbeitervereinen. Hier lebte der Genossenschaftsgedanke fort, dem sich die Kirche nicht verschloß. So hatte Papst Leo XIII. in seiner Enzyklika „Humanum genus“ (1884) zur Gründung katholischer Arbeitervereine aufgerufen und nahm zum Genossenschaftswesen Stellung. In seiner Enzyklika „Rerum novarum“ bezog Leo XIII. 1891 erneut Stellung zur Arbeiterfrage und zur Förderung der Arbeitervereine. Nach dem Fall des Sozialistengesetzes 1890 nahm auch der Gedanke von Genossenschaften wieder konkrete Formen an. In der Folge erschienen weitere Bücher, die die Genossenschafts- und Freilandidee aufgreifen. Genannt werden sollen hier nur Theodor Hertzkas „Freiland“ (1889) und Theodor Herzls „Altneuland“ (1902). Nach dem Erscheinen von Hertzkas Buch gründeten sich europaweit „Freilandvereine“ und es begannen konkrete Vorbereitung für eine Afrikaexpedition. Das Experiment der Landnahme in Kenia scheiterte aber letztlich an den englischen Kolonialbehörden, die sich dem verweigerten. Dagegen wurde Herzls Buch zur Blaupause für die zionistischen Siedler in Palästina.

Sozialreformer begannen, die Ideen von Nationalökonomen wie Hertzka oder Oppenheimer zu diskutieren und umzusetzen. In Berlin traf sich 1893 eine Gruppe von Lebensreformern, die die Kolonie „Eden“ bei Oranienburg gründeten. Es begann - wie Franz Oppenheimer es einmal sagte - " inmitten der kapitalistischen Wüste eine Oase aufzublühen". In die Bewegung der Lebensreformer spielten noch weitere soziale Aspekte hinein, die hier nicht tiefer erläutert werden können.

Bolle griff als Angehöriger des aufgeklärten Bürgertums also durchaus aktuelle politische Fragen auf und beteiligte sich in künstlerischer Form an der Diskussion. In 14 einzelnen Punkten setzte er sich in der zweiten Auflage seines Buches mit einer Rezension von Dr. Konrad Schmidt auseinander. Einerseits hatte er wohl mit den Vorhaltungen der neuen SPD gerechnet, andererseits ist er enttäuscht von der bornierten Zurückweisung seines Genossenschaftsmodells, wenn der Rezensent anmerkt: „Produktivgenossenschaften sind vom Parteiprogramm ausgeschlossen, und der Parteiwille steht höher als die Wohlfahrt von ein paar hundert Genossen.“ In der gleichzeitig erschienenen 10. Auflage von „Die Frau im Sozialismus“ geht August Bebel mit keinem Wort auf die Bildung oder gar Unterstützung von Genossenschaften ein. Die Landwirtschaft ist neben der Industrie und der Bildung ein großes Thema (gerade für die Rolle der Frauen in der neuen Zeit), aber Genossenschaften stehen auch in den nächsten Jahren nicht auf der Agenda der Sozialdemokraten. Daher hält ihm Schmidt auch vor: „Der Verfasser von Sozial mag sich noch oft Sozialdemokrat nennen, kein Sozialist wird ihm Glauben schenken.“ Darauf erwiderte Bolle: „Der Verfasser ist Sozialist im Sinne von „Sozial“, er gehört der Partei, welche sich um den Vorwärts schart, nicht an, er steht fest zu Kaiser und Reich und erkennt in allen centrifugalen Bestrebungen Verderben bringende Zettelungen, angestellt von Männern, die teils aus Torheit, teils aus Bosheit die schlimmsten Feinde der Arbeiter sind. Der Arbeiter ist noch nicht einsichtig genug, um solches zu begreifen, allein die Einsicht wird kommen, und die Begründung von Gemeindegenossenschaften wie Sozial dürfte nicht wenig dazu beitragen, die Leute aufzuklären.“

Die literarische Aufarbeitung des Genossenschaftsmodells zur Überwindung der Klassenunterschiede und des kapitalistischen Systems haben den Gutsbesitzer Bolle aber nicht dazu animiert, dies im praktischen Leben auch umzusetzen. So ist die Reduzierung der Anbauflächen seines Rittergutes nicht auf die Abgabe der Äcker an die Genossen Bauern zurückzuführen, sondern auf den Land-Verkauf. Daher wird das Gut im gleichen Jahr aus der Matrikel, auch mangels adligem Besitzer, gestrichen.

Bolle finanziert den Druck und Vertrieb seiner Bücher aus dem eigenen Vermögen. In kurzer Folge erscheinen mehrere Auflagen.

In den folgenden Jahren verfasst Bolle mehrere Schauspiele und setzt sein Geld für den Bühnenvertrieb ein. Kürschners Literaturkalender klassifizert ihn als Dramatiker . Fälschlicherweise werden seine Vornamen dort als Pseudonym des Schriftstellers Gustav Erdmann geführt. /8/

Das Schauspiel „Lassaline“ (1894) würde man heute als Schwank bezeichnen. Das Boulevardstück schildert die Liebeshändel zwischen Familien und Generationen. Lassaline hat zwar den Vornamen „nach unserem Heros Lassalle“. Und ihr Vater, der schriftstellernde Zigarrenhändler Andrulat, ist auch sozialistischer Agitator. Er verkündet von der Bühne: „Der kapitalistische Staat zerfällt infolge eigener Zersetzung, der soziale Staat tritt infolge Naturnotwendigkeit seine Erbschaft an.“ Aber ansonsten geht es auf und hinter der Bühne munter durcheinander, der Klassenkampf bleibt auf der Straße.

 
Das Buch "Lassalline" (1894) von Gustav Bolle

Der Umbau seines Wasserschlosses kostet viel Geld, wie die Erziehung der Kinder. So berichtet sein Enkel, dass u.a. die Marmorverkleidung in den Stallungen entfernt und durch Kacheln ersetzt wurde. Seine Tochter besuchte ein Pensionat in Köln. Hier lernte sie einen jungen Mann kennen und lieben. Aber Bolle verhindert die Beziehung, weil das Holzunternehmen der Familie in Konkurs geraten war und dies keinen gesellschaftlichen Umgang für ihn darstellte. Elisabeth und der junge Mann entsagten zwar einander, aber es blieb wohl über viele Jahre eine freundschaftliche Beziehung bestehen. 1892 heiratete sie den Arzt und Chemiker Dr. Berthold Schwarz. Im Jahre 1893 kommt Bolles Sohn Luis Eberhard auf die Welt, zwei weitere Söhne folgen bis 1900 /9/.


Auszug aus Kürschmers Literaturkalender 1902

Um den Lebensstil aufrecht zu erhalten, werden nach und nach Hypotheken aufgenommen, Beteiligungen abgestoßen, Schulden gemacht. In Berlin lässt er seine Werke verlegen und versucht, hier auf die Bühne zu kommen. Der Erfolg seiner Stücke läßt zu wünschen übrig. In einem Fall soll er sogar die Ausfälle nach einer abgebrochenen Aufführung kompensiert haben. Dies kostete ihn angeblich mehr als 20.000 Mark. Er übergibt das Schloß an seinen Schwiegersohn. Seine Tochter sicherte sich gerichtlich ihren Pflichtteil am Erbe, so dass sie beginnen können, das Gebäude als Sanatorium herzurichten.


Aus einem Werbeprospekt von 1901

 

Bolle und seine junge Frau dagegen ziehen ganz ins wilhelminische Berlin, in den noblen Vorstadtbezirk Charlottenburg. Ab 1900 ist er am Savigny-Platz gemeldet /10/. Hier im neuen Westen wohnten die Neureichen. Nahe an der Machtzentrale des kaiserlichen Beamtenapparats und doch vor den Toren der Stadt. Seine großen Söhne beginnen ihr Studium in Berlin. Und auch hier wird das elegante Leben fortgeführt mit Kutsche und Personal.


Berlin - Charlottenburg - Sagniviplatz um 1920


Auszug aus dem Adressbuch Berlin 1900

Letztlich wachsen ihm die Schulden über den Kopf, er kann seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. /11/ Diese Situation sowie die Misserfolge auf dem Theater kollidieren derart mit seinem Ehrencodex, dass er sich im Sommer 1902 im Berliner Grunewald das Leben nimmt. Am 8. Juni wird er gefunden, in der Urkunde heißt es knapp:

 

Nr. 13

Forsthaus Grunewald am 4. Juli 1902

 

Der Amtsvorstand hier u. selbst teilt mit

daß der Schriftsteller Dr. Gustav Bolle

60 Jahre alt, evangelischer Religion,

wohnhaft in Charlottenburg, Savygniplatz 7

geboren zu Angerburg, verheiratet mit Bertha Bolle, geborene Wachendorff, wohnhaft zu Charlottenburg, Savygniplatz 7

Sohn des zu Wiesbaden verstorbenen Pfarrers Ludwig Bolle und dessen ebenfalls verstorbenen Ehefrau Emilie, geborene Maschke im Jagen 72 der Forsten dieses Grunewald

am achten Juni des Jahres tausend neunhundert und zwei

tot aufgefunden worden sei. Tag und Stunde des Todes, sowie die Stunde der

Auffindung sind unbekannt.

(Vorstehend 24 Druckworte gestrichen)

Der Standesbeamte

Waechter

Daß der vorstehende Auszug mit dem Sterbe-Haupt-Register des Standesamts zu Spandauer Forst gleichlautend ist, wird hiermit bestätigt.

Forsthaus Grunewald, am 24. Juli 1902

Der Standesbeamte

In Vertretung

 

Die Familie musste feststellen, dass er nichts als Schulden hinterließ.  Seine Söhne nehmen sich ebenfalls in Berlin das Leben, als sie erkennen, dass es keine finanziellen Quellen mehr für ihr Studium gibt. Eine Zeitungsnotiz am 6. Juli 1902 unter der Rubrik „Unglücksfälle und Verbrechen“ in der Berliner Morgenpost gibt eventuell einen Hinweis:

 

Weil der Vater starb. Mit einer Büchsflinte erschoß sich ein 26 Jahre alter Student der Medizin B. in seinem Zimmer in der Luisenstraße. Der junge Mann, er hier seit Oktober v.J. wohnte, verlor vor drei Wochen seinen Vater und war seitdem zeitweilig niedergeschlagen. Vorgestern Abend besuchte er seine Mutter und zeigte hierbei ein heiteres und aufgeräumtes Wesen. Gestern gegen Mittag hörten seine Wirtsleute in seinem Zimmer einen Schuß fallen. Da die Thür von innen verriegelt war, schlugen sie eine Scheibe ein, um sie zu öffnen, und fanden nun B. mitten in der Stube tot auf dem Teppich liegen. Er hatte sich mit einer Büchsflinte Rehposten in den Mund gejagt. Ein Arzt, der sofort gerufen wurde, konnte nur noch den Tod feststellen. Über die Beweggründe hat der Verstorbene nichts hinterlassen. Ein Bruder von ihm, der telegraphisch hierher gerufen wurde, stellte seinen Nachlaß sicher./121/

 

Die Zwangsversteigerung von Schloss Ovelgönne zieht sich noch einige Zeit hin, der Herrensitz geht Anfang 1904 an den Sparkassendirektor  Fritz Schäffer. Bolles Frau Bertha verstirbt 1904 in Berlin. Seine Tochter verlässt mit ihrem Mann Ovelgönne und sie bauen sich andernorts eine neue Existenz auf.

 

 

Danksagung

 

Folgende Personen haben diese Biografie in herausragender Weise unterstützt, ohne sie wäre dieser Lebensbericht so nicht möglich gewesen. Mein besonderer Dank gilt Herrn Prof. Dr. Ulrich Seelbach, Münster, der in seinem Familienarchiv so manchen Beleg entdeckte. Herr Norbert Skowron hat als Mitglied der Kreisgemeinschaft Angerburg e.V. in einzigartiger Weise den Stammbaum von Gustav Bolle als Sohn von Angerburg/Ostpr. erforscht. Der Stadtarchivar von Bad Oeynhausen, Herr Rico Quaschny ist unermüdlich allen meinen Fragen in seinen Beständen nachgegangen. Folgenden Archiven bin ich für die kurzfristigen Informationen zu Gustav Bolle zu Dank verpflichtet: Landesarchiv Berlin, Stadtarchiv Bonn, Stadtarchiv Gütersloh, Archiv des Kaiser-Karl-Gymnasiums Itzehoe.

 

Bibliografie:

 

Vorschläge zur Beseitigung unseres landwirtschaftlichen und sozialen Notstandes (1886), polit. Traktat

Arlotta (1888), Schauspiel

Unsere Kolonien, Roman, F. Fontane Berlin, 1890

Sozial, Roman, F. Fontane Berlin, 1891

Theodor Körner (1893) Schauspiel

Graf Steinfels (1894?), Roman

Lassaline, Schauspiel, F. Fontane Berlin, 1894

Von der Wartburg bis Friedrichsruh (1898) Drama

Seelenadel (1898) Schauspiel

Sein Verhältnis, Roman, Leonary&Co., Berlin und Minden, 1900

 

Quellen:

 

/1/           Kirchenbücher der Stadt Angerburg aus dem Archiv der Heiligen der letzten Tage (Mormonen)

 

/2/           Moeller, Friedewald: Altpreußisches evangelisches Pfarrerbuch von der Reformation bis zur Vertreibung im Jahre 1945, Sonderdruck Nr. 11 des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen, 1977

 

/3/           Stadtarchiv Gütersloh, Personalakte G. Bolle

 

/4/           Gymnasialprogramm Itzehoe (UB Münster BB 723)

 

/5/           Kaiser-Karl-Gymnasium Itzehoe – Schul-Archiv

 

/6/           Adressbuch der Stadt Bonn

 

/7/           Fink; Teresina: Die deutsche Utopie in der neueren deutschen Dichtung,
               Dissertation, Wien 1939

 

/8/           Kürschners Literaturkalender 1902

 

/9/           Stadtarchiv Bad Oeynhausen, Kichenbuch Eidinghausen

 

/10/         Adressbuch der Stadt Berlin, 1900, 1901, 1902

 

/11/         Schwarz, Eberhard: pers. Erinnerungen, 1990

 

/12/         Berliner Morgenpost vom 06.07.1902