Heidenberg (Grodzisko)


.Ansichtskarte von Heidenberg

 

Aus der Geschichte des Ortes Heidenberg

Grodzisken, Grodzisko, nach dem 26.8.1925 Schloßberg, seit 16.7.1938 Heidenberg. Den Namen erhielt der Ort nach einer prußischen Burghöhe mit einer Wehranlage (mas. grodziec = umwehren). 1595 bezeichnete Caspar Henneberger (1529-1600) diesen Berg als "schöner alter Schlossberg". 

Der Masure Woytek Skoropzigk aus dem Lötzenschen kaufte am 4. März 1566 von den 44 Hufen Wildnis vier Hufen zum Schulzenamt. Obwohl später 12 Hufen zum Dorf Gassöwen abgetrennt wurden, ergab sich ein Übermaß von 22 Hufen.

 Im Übermaßland Gassöwen (gegr. 1597 als Gassewen), das infolge der Pest 1580 "zum Teil wüste geworden" ist, erhielt der Pfarrer von Kutten, Matthäus Myslenta als Entschädigung "für wohlberechtigte Ansprüche an die Landesherrschaft" 12 Hufen zu einem kölmischen Gut an dem See Gaswken, der der Siedlung auch den Namen gab. Am 27. September 1737 wurde Gassöwen, das durch die Pest 1710 gänzlich verödet war, ein Dorf und mit sechs Bauern besetzt. In neuerer Zeit gehörte Gassöwen zur Gemeinde Heidenberg und nannte sich seit 1938 Heidenberg II (mit Ortsteil: Heinrichswalde).

Die Schule in Grodzisko wurde 1741 zweiklassig gegründet. Anzahl der Schüler waren 1887 113, 1928 81. Zur Schule gehörten 25 Morgen Land. Das Gebäude ist 1877 neu erbaut worden. Lehrer waren: Skrotzki (1741), Jakob Broszio (1789), Conrad (1836, 1871 gen.), August Balzer (1880), Witt (1900-1923), Emil Kurpjuweit (1923-1938), Karl Gindl (1939), August Thies (1939-1944).
Zweite Lehrer waren: Wilhelm Gamball (1900-1901), Oskar Lampert (1901), Karl Drost (1908-1910), Paul Dehring (1910-1918), Emil Kurpjuweit (1914-1923), Helmut Ritter (1922-1925), Imber (1925-1935), Erich Risch (1935-1937), Fritz Heyer (1937-1944).

Heidenberg gehörte zum Standesamtsbezirk (seit 1874) und zum Kirchspiel Kutten. Im Jahre 1939 befanden sich 540 Einwohner auf 1263,4 ha Land. Letzter Bürgermeister vor dem Krieg war der Landwirt Carl Meckelburg.


Dorfskizze von Heidenberg entnommen aus einer Zeichnung von 1945

 Familienliste von Heidenberg (vor 1945)

Ergänzungen und Richtigstellungen von Namen, Berufsbezeichnungen und Gebäudezuordnungen
bitte an webmaster@angerburg.de schreiben. Ihre Angaben werden kurzfristig in die Liste übertragen.

Namen Plan Nr.
? 40
Adomeit 30
Adomeit 49
Bäcker 13
Balzer 21
Barnat 78
Biernat 19
Bondsa 75
Borkowski 63
Brosius 82
Budnick 62
Budnick, Fritz 53
Columbus 8
Columbus 37
Domscheit 22
Domscheit 61
Engelke 96
Falk 3
Falk 31
Feuerwehr 86
Gemeindehaus 86
Gnosa 52
Gnosa 80
Goldach 55
Gomm 77
Görke 67
Gutt 74
Hermann 20
Heyer 46
Hildebrand 85
Kaddick 9
Kaiser 30
Kaschub 2
Kibisisjun 42
Kibisisjun 44
Klein 83
Kletschke 24
Klimeck 32
Kornatz 57
Koslowski 9
Koslowski 42
Krüger 94
Kühn 50
Kukla 66
Kunze 43
Kurass 92
Kutz 90
Lalla  88
Lenga 41
Leschonski 29
Libenski 92
Machmüller 56
Malessa 16
Marglowski 47
Meckelburg 7
Metzdorf 35
Molks 89
Moschitz 10
Mumureit 8
Neumann 11
Neumann 23
Niederschwert 45
Okrafka 76
Pätsch 95
Peise 39
Peplies 6
Pick 65
Plenio 48
Polixa 71
Preising 93
Radoch 87
Rimkus 15
Rutkowski 33
Sack 18
Sack 28
Sager 17
Sagorski 59
Schäfer 12
Schäfer 14
Scheumann 1
Schiborowski 44
Schmaglowski 58
Schmaglowski 60
Schmiede 91
Schmiotke 19
Schwillow 79
Sczessny 34
Serwadtka, Franz 36
Serwadtka, Franz 54
Sieg 5
Sieroks 26
Skibba 73
Slowick 4
Sobotka 51
Spoddeck 68
Stadie 69
Stadie 72
Steinort 97
Tercziak 56
Tiedemann 84
Tiess 46
Timm 27
Tomaschefki 81
Trauschwitz 10
Woinowski 70
Wolf 11
Wolf 25
Woynowski 38
Zienterra 64

 


Die Schule Heidenberg vor dem Krieg