Jakunen (Jakunowken)


Die Waldarbeitersiedlungen im Ortsteil Jakunowkenberg

 

Aus der Geschichte des Ortes Jakunen (Jakunowken)

Jakunowken, früher Willamowen genannt, seit 1938 Jakunen wurde am 12. Oktober 1566 mit 60 Hufen gegründet. Dazu erhielten Nickel und Gregor Kyalnigk von Daimlack (= Jakunowen) sechs Hufen zum Schulzenamt. Jakunowken = Klein Jakunowen. Willame = pruß. Personenname.

Die Bauern leisteten Scharwerksdienste bei der Domäne Sperling. Es handelte sich um das größte Dorf im Kirchspiel Kutten mit 734 Einwohnern, darunter sehr viele Forstarbeiter und Fischer. 96 Häuser mit 97 Haushaltungen. 

Schulze nach 1880 war Polte, später dann Hundsdörfer. Das Dorf sah früher anmutiger und freundlicher aus. Die Bauernhöfe hatten alle Baumgärten. Mitten im Dorfe war ein kleiner fischreicher See und herrliche Gemüsegärten. Wasser und Feuer haben viele Verwüstungen angerichtet. Infolge einer verheerenden Feuersbrunst, welche den nördlichen Teil des Dorfes samt den Obstgärten zerstörte, bauten sich viele Wirte aus. 1844 wurde das Flüßchen bei Jakunowken zum reißenden Strom und überschüttete die Gemüsegärten sowie den kleinen See mit einer 2 bis 3 Fuß hohen Sandschicht. Feuersbrünste sind hier sehr häufig gewesen; z. B. 1868-69 waren vier Brände, 1879 zwei Brände, 1883 brannten 4 Häuser ab, ebenso waren Brände 1884, 1885 und 1886. Ein großes Unglück ereignete sich am Silvesterabend 1866, als an der Überfahrt bei Eschenort 7 Fischer aus Jakunowken, die bei Kruglanken gefischt hatten, ertranken und 30 Waisen hinterließen. 

Die Schule wurde 1737 gestiftet. Erster Lehrer war Thomas D o r o n. Weitere Lehrer waren: Michata Broza (bis 1743 Schulmeister und Schulze), Ludwig Siermionec (1789), Johann Lyhs (1836), Wilhelm Polte (1847, 1871), August Obytz, (1877-1882), Johann Sadowski (1882-1904), Franz Neubacher (1907-1937), Werner Wolff (1938-1945). Zweite Lehrer waren Carl Botschwilla (1856), Lemke (1870), Herrmann Girod (1882), Franz Neubacher (1899-1901), Klemund (1900), Künast (1900-1901), Eggelin (1904), Wolter (1915), Arthur Kuck (1916), Otto Cziesla (1919-1922), Hedwig Neubacher (1922), Wilhelm Faltin (1925-1928), Wilhelm Wasgindt (1928-1932), Otto Cziesla (1932-1938), Herbert Parthy (138-1945). Dritte Lehrer waren: Hans Link (1932), Helmut Nagel (1932-1933), Gerhard Ditt (1933-1934), Alma Schiefelbein (1934-1936), Theodor Meyer (jun.) (1936), Elisabeth Rohloff (1938), Isolde Caspar (1938), Christoph Appel (1938), Gertrud Kukat (1938), Justine Dembowski (1939), Gisela Müller (1939-1942), Frl. Hoyer (1942-1945). Das Schulgebäude ist das frühere Wohnhaus des Köllmers Dembowski, welches nebst 50 Ar im Jahre 1877 für 4500 Mark angekauft wurde.
Die Anzahl der Schüler waren: 1852 127, 1928 110, 1935 162.

1939 wurden in Jakunowken, das am 16.7.1938 in Jakunen umbenannt wurde 749 Einwohner auf einer Gesamtfläche von 14.145 ha gezählt. Zum Ort gehörte der Ortsteil Jakunowkenberg (nach 1938 Jakunenberg), die Molkerei Jakunen und zweit Waldwärtergehöfte. Letzter Bürgermeister war Adolf Volkmann.


DerOrtskern von Jakunen


Jakunen mit Abbauten von Alfred Klerner

 Familienliste von Jakunen (Jakunowken) (vor 1945)
nach einer Afstellung von Siegfried und Ewald Pofalla

Ergänzungen und Richtigstellungen von Namen, Berufsbezeichnungen und Gebäudezuordnungen
bitte an webmaster@angerburg.de schreiben. Ihre Angaben werden kurzfristig in die Liste übertragen.

Namen Plan Nr.
Abramowski 41
Abramowski (Sägewerk) 27
Abramowski, Otto 101a
Abromowski  101
Abromowski, Frau 28
Anders 5
Anders 11
Anders, Albert 34
Anders, Arthur 23
Anders, Artur 36
Anders, Franz (Gasthaus, Lebensmittel) 90
Anders, Gustav 22
Anders, Gustav 103
Anders, Paul 4
Baginski 15
Baldzuhn, Richard 83
Baltrusch 36
Baltrusch 109
Balzer 33
Balzuhn 61
Balzuhn 95
Behrendt (Fuhrunternehmer) 52
Bitter 10
Bluhm, Gustav 8
Bogdan  33
Bogdan, Walter 27a
Bönik 125
Borchert 1
Breite 1
Brozio 55
Brozio 120
Bukowski 47
Columbus 112
Czesla (früher Lehrer) 72
Czylasko 45
Dombrowski (Fleischerei) 77
Drugies 62
Dudda 94
Dudda (Stellmacher) 53
Dzubiel, Adolf 100
Dzubiel, Otto 98
Ferchau 96
Fischer, Gustav (mit Insthäuser) 13
Fryczewski 50
Fuhr 16
Gawlik 86
Gemballa 46
Gland (mit Insthaus) 18
Gnosa 46
Greitsch 19a
Grigo 3
Hahn 79
Hegewaldheim 122
Hensel 18a
Hermann  68
Hermann, Willi 25
Hinz 88
Hoffmann 39
Hundsdörfer (früher Schulz) 121
Jablonski 27a
Jankowski  116
Jankowski, Otto 102
Jurga 110
Kalkowski (Schuhmacherei) 57
Kapust 108
Kewel 14
Kibgis 1
Klein 35
Konopka 30
Kornblum 106
Koschorreck (mit Insthaus) 19
Koslowski 68
Koslowski 126
Kropp 93
Kullik 25
Kullik 56
Küssner 26
Lange 48
Lenkeit 80
Lindemann 127
Lippeck 63
Lippeck (Tischler) 74
Lorenz 18a
Matern 91
Mess 34
Mischel 119
Moritz (früher Rimmek, Kunstmaler) 97
Mühle  81
Müller (Gasthaus) 78
Neumann (Gendarm) 72
Paetsch 12
Pasternak 87
Petereit - Federau 75
Petereit (Bauunternehmer) 54
Petersdorf 68
Pinkus 21
Pofalla 3
Pofalla, Johann (Fischer) 2
Pöpping 32
Preuß 64
Puwin 6
Pyzetzick 29
Quedzuweit 76
Reinhard, Fritz 38
Reinhardt, August 43
Rethko 44
Rogalski, Willi 99
Rogowski 118
Rohmann  75
Rohmann, Fritz 85
Rohmann, Max 84
Rohmann, Wilfried 40
Rossbach 107
Runge 117
Rupio 21
Sadowski 13a
Salmon 58
Saul 24
Scelesus 51
Schmidt 45
Schmiede 81
Schröder 70
Schule (3. u. 4. Schuljahr) 64
Schule 89
Schulz 1
Schulz 4
Schulz 71
Schulz (früher Hannemann) 7
Schulz, Ernst 123
Schulz, Franz 104
Schulz, Wilhelm 105
Schwaya 124
Seidlitz 9
Siebert 73
Siegmund 49
Sieß 37
Skirde, Paul und Emma mit den Kindern Erna, Paul, Ernst, Kurt, Harry und Helga 31
Speier 92
Spritzenhaus 67
Stenzel 65
Stopke 111
Strawinski 40
Stüber 64
Süß 17
Szybalski 59
Szybalski 82
Tietz 51
Urodat 34
Volkmann, Adolf (Bürgermeister) 42
Volkmann, Ewald (mit Insthaus) 114
Volkmann, Gustav 20
Walter 13a
Waschke 60
Waschke 70
Welt (Gasthaus - Lebensmittel) 66
Wessling 115
Wittrin 13a
Wyrowski 51
Wyrzbolowski (Schneiderei) 69
Zehrt 113
Zenterra 91
Zobitka 36
Zöppel 18a

 


Der Blick vom Bauernhof Runge zum Gletschersee Dubick


Das Schulhaus in Jakunowken