Pohlmann Entenstraße Friseur auch Zahlheikunde

Artikel eingesendet von G. Kibbas

Zahnheilkundige gab es am Anfang dieses Jahrhunderts (20.) in unserer Heimatstadt noch nicht. Hatte jemand Zahnschmerzen und konnte er sie gar nicht mehr ertragen, dann ging er zur Entenstraße zum Friseur Pohlmann, der ohne Betäubung und mit einem Ruckzuck den Zahn zog. Darauf drückte er mit seinen Fingern die blutende Wunde zusammen. Blutete die Wunde dann immer noch, sagte Pohlmann: "Datt schoat nuscht, Blood reinigt datt Muhl!" Es ist meines Wissens niemand an dieser Zahnbehandlung gestorben. Der ganze "chirurgische Eingriff" kostet 50 Pfennige, Kinder die Hälfte.