Wieskoppen

 

Karte von Wieskoppen 

 

Die Gemeinde Wieskoppen

 

Ursprünglich: Biedaschken (bis 16. 07. 1938) Gegründet:     um 1595

 

Einwohner im Jahre 1939: 154 (mit Leopoldshof)

 

Kirchspiel:              Engelstein

Kreis:                        Angerburg                  Regierungsbezirk: Gumbinnen

 


1                  Klein                                        Maurermeister

2                   Kaschlun                                 Maurer

3                   Plage                                       Schneiderin

4                  Hellmig                                    Gutsbesitzer

5                   Insthaus Hellmig                    

6                   Obitz                                       Bauer

7                   Insthaus Obitz                        Schwarz

8                   Kampf                                     Briefträger

9                   Vorwerk Hellmig                    Hellmig  (Eltern )

10                 Elias                                        Bauer 

11                 Ehritt                                       Schneidermeister, Gemeindevorsteher   

12                 Kliese                                      Bauer

13                 Plage                                       Bauer

14                 Schwarz                                  Straßenmeister

15                 Friedhof

16                 Sindermann                             Gutsbesitzer

17                 Insthaus Sindermann

18                 Bastian                                    Gut Leopoldshof

19                 3 Häuser für die auf dem Gut arbeitenden Familien:

            Reimann, Fritz                        Melkermeister

            Lindemann, Wilhelm              Deputant

            Tarrach, Julius                        Deputant

            Kowallek, Franz                     Deputant / Kutscher      

                      Kowallek, Friedrich               Kämmerer

            Hoost, Fritz                             Deputant

            Eggert, Walter                         Schmied

            Grinda, August                       Deputant

            Kowallek, Emil                       Deputant

                     Bessel, Richard                        Deputant

            Rosin, Jonathan                     Deputant / Stellmacher

            Klamet, August                       Deputant

   

Zusammengestellt von Erika Schiller nach Angaben ihrer Verwandten.

Die Familiennamen von Leopoldshof  sind von Herrn Erich Rosin.


Aus der Geschichte des Ortes
Der Ort Biedaschken (1938 Wieskoppen) ist aus dem ursprünglich 173 Hufen umfassenden Gut Goye (gegr. 1406) hervorgegangen. Das genaue Gründungsjahr läßt sich nicht ermitteln. Nach E. Pfeiffer ist das köllmische Dorf Biedaschken (mas. bieda = Not) um 1595 mit 20 Hufen (471,4 ha) entstanden. Hierzu gehörte auch Gut Leopoldshof.

Der adlige Anteil des Dorfes Biedaschken (17 hf.) und Das Gut Leopoldshof (3 hf.) sind mittels Privilegium des Kurfürsten Georg Wilhelm in Königsberg den 31. August 1630 an Fabian von Hohendorf (insgesamt 32 hf. mit Hauptgut Groß-Guja (später Sandhof), Klein-Guja und Klein-Wessolowen) verschrieben. Die Verschreibung erfolgte zu Magdeburgschen beider Kinder Rechten (Erbfolge bei Ermangelung männlicher Erben ließ auch die Töchter als Erben zu).

In einer Instruktion des großen Kurfürsten wurde am 7. Februar 1684 festgelegt, dass alle diejenigen Güter, welche ursprünglich einem vom Adel verliehen oder vor 1612 von adligen Personen besessen, für adlige Güter gelten sollten.
Dieses galt auch für den adligen Anteil von Biedaschken und Leopoldshof. 

Aus dem Grundbuch des Haupt-Amts Angerburg von 1715 geht hervor, dass bis dahin jeder Köllmer Biedaschkens ein "Wächtergeld" a 7,5 Groschen zu entrichten hatte. Dieses Wächtergeld (Wachtgeld) war eine Abgabe, die ihren Ursprung in der Bewachung der Landesgrenze durch den deutschen Orden gegen die Einfälle der Litauer hatte.

Für Biedaschken entsteht eine Schule nach der mit den Einsassen des Dorfes vom Justitzamte Barten am 19. Juni 1811 aufgenommenen Verhandlung.

Biedaschken , zunächst zum Domainenamte Barten (Rastenburg) gehörig, ist erst in Folge der Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden vom 30. April 1815 zum Gumbinner Regierungs Department zugeteilt worden.

Aus dem topographischen Orts-Register des Angerburger Kreises von H. Schmidt (1860) geht hervor, dass der Ort zu dieser Zeit 159 Einwohner hatte. Nach der Zählung vom 17. Mai 1939 war die Einwohnerzahl von Wieskoppen (Biedaschken) 154.

Der letzte Gemeindevorsteher dieses Ortes war der Schneidermeister Erich Ehritt.